V

Vergleichsrechnung

Kostenvergleich


Verkehrswert

Der Verkehrswert (sog. gemeine Wert) entspricht dem Preis, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsgutes bei seiner Veräußerung zu erzielen ist. Dieser Wert ist üblicherweise anzusetzen, wenn ein Leasingnehmer nach Ablauf eines Leasingvertrags das Leasingobjekt vom Leasinggeber kaufen möchte.


Verlängerungsoption/Verlängerungsvertrag

Durch eine Verlängerungsoption kann dem Leasingnehmer das Recht eingeräumt werden, nach Ablauf der Laufzeit des Leasingvertrags das Leasingobjekt weiter nutzen zu können. Hierzu werden Verlängerungsverträge mit dem Leasingnehmer abgeschlossen, deren Ausgangspunkt grundsätzlich der Restbuchwert bzw. der niedrigere gemeine Wert oder der nicht amortisierte Restwert ist.


Vermieterpfandrecht

Ein Vermieter hat für seine Forderungen aus dem (Grundstücks-, Raum-) Mietverhältnis ein Pfandrecht an den eingebrachten Sachen des Mieters. Das Pfandrecht besteht indes nur für im Alleineigentum des Mieters stehende Sachen. Zum lastenfreien Eigentumserwerb durch Leasingunternehmen beim Sale-and-lease-back ist es erforderlich, dass der Vermieter des Wohn- oder Geschäftsraumes gegenüber dem Leasingunternehmen auf sein Vermieterpfandrecht verzichtet.


Versicherungen

Im Interesse aller Vertragsbeteiligten sind Leasingobjekte ausreichend zu versichern. Hierzu wird der Leasingnehmer regelmäßig in den Allgemeinen Leasing-Bedingungen auch vertraglich verpflichtet. Manche Leasinggesellschaften bieten ihren Kunden individuelle Lösungen zum Thema Versicherung an. Die Zahlung der Versicherungsprämien obliegt regelmäßig dem Leasingnehmer.

Maschinenbruchversicherung, Elektronikversicherung


Vertragslaufzeit

Laufzeit des Leasingvertrags


Verwertung

Die Verwertung von Leasingobjekten gehört zum Kerngeschäft von Leasinggesellschaften und trägt zu deren Erträgen bei. Die Verwertung der Leasingobjekte erfolgt nach Ablauf des Leasingvertrags, bei Vertragsstörungen oder bei Insolvenz des Leasingnehmers. Die Verwertung kann durch Vermietung oder Verkauf erfolgen.


Veräußerungserlös/Verwertungserlös

Der Veräußerungserlös des Leasinggegenstandes steht grundsätzlich dem Leasinggeber als Eigentümer zu. Für den Teil des Veräußerungserlöses, der die Restamortisation übersteigt, können zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer Vereinbarungen über die Aufteilung des Mehrerlöses getroffen werden (Mehr-/Mindererlösausgleich). Bei Teilamortisationsverträgen darf der Anteil des Leasingnehmers maximal 75% dieses Mehrerlöses ausmachen. Beim kündbaren Leasingvertrag dürfen maximal 90% des Verwertungserlöses auf die vom Leasingnehmer zu leistende Abschlusszahlung im Falle einer Kündigung angerechnet werden.


Vollamortisation

Vollamortisation liegt vor, wenn die Gesamtinvestitionskosten des Leasinggebers einschließlich seiner Zins- und Verwaltungsaufwendungen sowie seines Gewinns durch die fest vereinbarten Leasing-Zahlungen abgedeckt werden. Beim deutschen Finanzierungs-Leasing garantiert der Leasingnehmer dem Leasinggeber die Vollamortisation. Bei Vollamortisationsverträgen geschieht dies allein durch die fest vereinbarten Leasing-Zahlungen während der Grundmietzeit, bei Teilamortisationsverträgen zusätzlich über den vom Leasingnehmer garantierten Restwert. Vgl. auch Teilamortisation.


Vollkasko

Im Kfz-Leasing wird von Leasinggesellschaften u.a. der Abschluss einer Vollkaskoversicherung durch den Leasingnehmer verlangt. Die Versicherungsgesellschaft stellt zugunsten der Leasinggesellschaft einen Sicherungsschein aus.

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