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Bargain Purchase Option

Bei den Kriterien für die bilanzielle Zurechnung des Leasingobjekts unter IAS/IFRS und US-GAAP spielt es eine Rolle, ob dem Leasingnehmer eine Bargain Purchase Option eingeräumt wird. Darunter versteht man eine Kaufoption, deren Ausübungspreis deutlich unter dem für den Ausübungszeitpunkt zu erwartenden Marktwert des Leasingobjekts liegt, sodass von vornherein die Ausübung der Option als hinreichend sicher angesehen werden kann ( Internationale Leasing-Bilanzierung).


Barwert

Dies ist der durch Abzinsung (Diskontierung) ermittelte Gegenwartswert zukünftig fälliger Zahlungen. Die Abzinsung macht Zahlungsströme mit unterschiedlichen Zahlungsterminen vergleichbar.


Basel II

Ein internationales Gremium von Bankenaufsichtsbehörden und Notenbanken erarbeitet in Basel neue Regeln für die Eigenkapitalanforderungen der Kreditinstitute. Im Wesentlichen geht es den Aufsichtsgremien darum, die Kapitalanforderungen an Kreditinstitute bei ihrer Kreditvergabe stärker als bisher vom individuellen Risiko abhängig zu machen. Für die Kunden der Kreditinstitute bedeutet dies, dass ihr die Finanzierungskosten bestimmendes Kreditrisiko durch ein Rating ermittelt werden muss. Leasing verbessert die Bilanzrelationen des Leasingnehmers, was sich positiv auf dessen Rating auswirken kann.


Bestellung

Die Bestellung der Leasingobjekte erfolgt durch die Leasinggesellschaft beim Lieferanten nach Annahme des Leasingantrags. Vor allem Leasinggeber, die das Operating-Leasing betreiben, beschaffen sich die benötigten Wirtschaftsgüter durch direkte Bestellung nach ihren Vorstellungen. Das Leasingunternehmen kann auch in die bereits erfolgte Bestellung des Leasingnehmers zu den von diesem vereinbarten Einkaufsbedingungen eintreten.


Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer

AfA-Zeit


Big-Ticket-Leasing

Leasingverträge mit hohen Wertvolumina werden als Big-Ticket-Verträge bezeichnet. Sie sind insbesondere im Immobilien- und Fonds-Leasing sowie im Großmobiliengeschäft (Schiffe, Flugzeuge etc.) anzutreffen.


Bilanzneutralität

Durch die Aktivierung des Leasingobjekts beim Leasinggeber − nicht jedoch in der Bilanz des Leasingnehmers − wird bei Letzterem die Bilanzneutralität erreicht (sog. Off-Balance-Effekt). Der Leasingnehmer verbucht die Leasingaufwendungen in seiner Gewinn- und Verlustrechnung als Betriebsausgaben. Im Anhang des Jahresabschlusses finden sich allerdings Hinweise auf eingegangene Leasingverpflichtungen.


Bonität

Die Leasinggesellschaft prüft vor Abschluss eines Leasingvertrags die Fähigkeit des Leasingnehmers, die verabredeten Leasingraten bezahlen zu können (Bonität des Leasingnehmers) und die Fähigkeit des Lieferanten, seine Liefer- und Gewährleistungsverpflichtungen erfüllen zu können (Bonität des Lieferanten). Beides ist für einen störungsfreien Verlauf des Leasingvertrags von zentraler Bedeutung.


Bonus bei Mehrerlösbeteiligung

Bei einem Vertrag mit Mehrerlösbeteiligung ist es steuerlich unbedenklich, wenn der Leasinggeber Teile des ihm verbleibenden Mehrerlöses beim Verkauf des Leasingobjekts dem Leasingnehmer bei Abschluss eines neuen Vertrags als Bonus gutschreibt.


Buchwert

Dies ist der Wert, mit dem das Leasingobjekt zum jeweiligen Stichtag in der Bilanz des Leasinggebers ausgewiesen wird. Er ergibt sich im Regelfall aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der bis zum Stichtag angefallenen Abschreibungen.

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